Leistungssteigerung

Wie funktioniert Chiptuning?

Die Hersteller der Automobilindustrie bauen heute nur wenige Basismotoren und differenzieren die Leistung teilweise ausschließlich über die Elektronik: gleicher Motor, zum Teil gleiche Komponenten — aber unterschiedliche Software. Zudem müssen die Hersteller viele sicherheits- und abgasrelevante Vorgaben für die unterschiedlichen Einsatzbereiche einhalten, weshalb das eigentliche Potenzial der Motoren meist nicht genutzt wird.

Die Daten des Steuergeräts werden mit unseren Tuningwerkzeugen über die OBD-Schnittstelle oder direkt am Motorsteuergerät ausgelesen und individuell optimiert. Wir nutzen die vorhandenen Leistungsreserven intelligent und beachten dabei die für den Schutz des Motors wichtigen Grenzwerte — die vorhandenen Motorschutzsysteme bleiben grundsätzlich erhalten.

Wie unterscheiden sich die Tuningstufen?

Die Stages hängen von der mechanischen Konfiguration des Fahrzeugs ab. Jede Tuning-Datei wird auf die entsprechende Oktanzahl abgestimmt: Kraftstoffe mit höherer Oktanzahl vertragen frühere Zündzeitpunkte, höhere Ladedrücke und magerere Gemische. Grundsätzlich empfehlen wir bei Benzinmotoren — unabhängig vom Tuning — nicht unter 100 Oktan zu tanken.

Chiptuning Stages

Stage 1 · 2 · 3

S1

Stage 1 — Software

Entwickelt für Fahrzeuge mit serienmäßigen Motorkomponenten — es müssen keine Bauteile verändert werden. Alle Stage-1-Abstimmungen wurden sowohl auf dem Prüfstand als auch auf der Straße entwickelt, damit die Modifikationen optimal laufen.

Drehmomente werden an den Getriebetyp angepasst (Schalter und Automatik unterscheiden sich). Limiter für den Komponentenschutz bleiben erhalten, die Notlauffunktion bleibt aktiv. Unnötige Herstellerdrosselungen, Kraftstoffbegrenzer und ungewollte Drehmomentlimits werden entfernt. Optimierte Verbrennungswerte sorgen für idealen Verbrauch bei besserer Leistung und direkterem Ansprechverhalten.

ohne Hardware-ÄnderungPrüfstand + StraßeNotlauf bleibt aktiv
S2

Stage 2 — Software + Abgasanlage

Für Stage 2 sollte mindestens eine Downpipe mit Sportkat verbaut sein; bei manchen Fahrzeugen sind kleinere Änderungen an der Ansaugung sinnvoll. Je nach Fahrzeug empfehlen wir zusätzlich einen größeren Ladeluftkühler: kühlere Ladeluft bedeutet höhere Luftdichte und mehr Sauerstoff in den Brennräumen.

Bei Stage 1 begrenzen meist Abgasgegendruck und Abgastemperaturen die Leistung — genau diese Werte werden für Stage 2 durch die angepasste Hardware reduziert. Die benötigten Hardware-Anpassungen stimmen wir individuell mit dir ab und passen die Software exakt darauf an.

Downpipe / SportkatLadeluftkühler empfohlenindividuelle Abstimmung
S3

Stage 3 — Turboupgrade

Wem Stage 2 nicht ausreicht, dem helfen wir gern mit einem Turboupgrade. Im Einzelfall wird genau besprochen, welche Hardware-Änderungen zusätzlich zum Upgrade-Lader und den Stage-2-Umbauten erforderlich sind — abhängig vom Leistungsziel. Für eine korrekte Abstimmung bei vorhandener Hardware müssen alle Daten exakt angegeben werden.

Für Stage-3-Abstimmungen sind Logtools, Prüfstand und viel Fachwissen nötig, um eine saubere Verbrennung und eine langfristig sichere Leistungsstufe zu entwickeln. Gehen hier Amateure ans Werk, kann der Motor unwiderruflich beschädigt werden — ein Fein-Tuning auf der Straße ist unabdingbar.

Upgrade-TurboladerLogging + FeinabstimmungLeistungsziel individuell
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